Die Jahre bis 1970

In den Jahren von 1949 heran , nahm der Amateurfunk eine besondere Stellung innerhalb der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland bis heute ein. Kaum eine andere Schicht der in Westdeutschland lebenden Staatsbürger , hatte so viel Kontakt mit den umliegenden Ländern in Europa. Aufgrund der im Krieg angerichteten Schäden bei Mensch und Besitztum, waren Kontakte über unsere Grenzen hinweg eine Art Wiedergutmachung und Aussöhnung. Das Bild des häßlichen deutschen konnte mittels Funk und daraus erwachsenen persönlichen Kennenlernen entschieden verbessert werden. Vor allem die Amerikaner , die als erste den Amateurfunk in ihrer Zone zuließen , waren den neuen deutschen Amateurfunk aufgeschlossen. Der aufstrebenden Radio und Fernsehindustrie als auch der damaligen POST , waren die Hochfrequenz angagierten Leute , für die Entwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen eine Stütze. So wurden entscheidende Dinge, zum Teil in den sogenannten Funkshacks ( Bastel,- und Funkbude des Funkamateurs ) weiter entwickelt und in den Produkten eingesetzt. Ähnlich kann man die heutige Computergeneration damit vergleichen. Auch stieß man in die Frequenzbereiche vor, welche zu jener Zeit als noch unbrauchbar galten. Nach wie vor eröffnet man dem Amateurfunk Frequenzbereiche , die als kaum nutzbar experimentel zugewiesen werden. Aber gerade durch diesen experimentellen Funkdienst sind die hohen GHZ-Bereiche nutzbar geworden. Noch vor 15 Jahren hätte niemand gedacht im GHZ-Bereich ein Telefonnetz aufzubauen , in der Annahme es ginge sowieso nur wenige Meter.

In den 50er Jahren ging man auf Sendung im UKW - Bereich , speziell auf 144 MHz. In Kontesten ( Verbindungsteste ) , konnte schon mit damaliger vielfach eigen gebauter Technik Deutschland weit von der Hanskühnenburg ( 811 m ) oberhalb von Osterode , mit nur 2W an einer 4 Element Yagi ( Richtantenne wie im Fernsehbereich ) , Verbindung aufgenommen werden. Die erste von DJ2RW Karl-Heinz Schulze aus Herzberg Ausrüstung ist folgendermaßen dokumentiert :

2m AM Sender Selbstbau von DL6TP Arno Schröter , Empfänger Pendler mit Vorstufe , Stromversorgung über einen sog. Hacker von 12 = auf 220 V Wechsel Fabrikat KACO Leihgabe RADIO - KIRSCHNER , durch 2 Stück 12V / 84 AH als Leihgabe der Licht u. Kraftwerke Osterode durch Herbert Müller . Man war spendenfreudig für die neue Technik. Transportiert hatte man es per Manneskraft im Handwagen von Osterode herauf.

Beschreibungen zu den nachfolgenden Bildern :

Zu Bild 1 : Transport der Kontestausrüstung , insbesondere der schweren Akkus , über die Ackerstraße per Handwagen von Osterode aus ca. 7 Km Wegstrecke ! Zu Bild 3 : Zu Bild 4 : Zu Bild 8 : Von links nach rechts : ganz links DJ2RW An der kleinen 2m Heiner Schmidt ( Fritz ) ( Karl-Heinz Schulze) Station vorn : Berhard Storz ( Willi ) DJ2RW Karl-Heinz Eckardt Hümme ( Paul ) Herbert Müller später Hartmuth Schmidt ( Max ) DJ3KO , hinten Max ( Hartmut Schmidt )

Teilnehmer am UKW - Kontest 1955 vom 2 / 3 Juli von der Hanskühnenburg :

DJ2RW , Karl - Heinz Schulze DL6TP Arno Schröter ( Peter ) Anton Kirschner ( Toni) Bernhard Storz ( Willi ) Herbert Müller ( Otto ) Eckardt Hümme ( Paul ) Hartmuth Schmidt ( Max ) Heiner Schmidt ( Fritz ) Dieter Jakobi ( Jacco ) Der Standort der konnte aber meist nur in den Sommermonaten genutzt werden. 1955 mietete man eine Hütte, die sogenannte Fernsehbaracke auf den Freiheiter Höhe von den CONTINENTAL RUNDFUNKWERKEN Osterode an. Nun war man geschützt vor Wind und Wetter , Antennen konnten montiert werden. Der nachfolgende Kontest ist im Jahre 1956 leider nicht so erfolgreich verlaufen. Man beschloß wieder auf die HKB ( Hanskühnenburg ) in den Nachfolgejahren zu gehen.

Erste Clubstation DL0OS

Ab 1957 wird berichtet , gab es die erste Clubstation des Ortsverbandes Osterode. DL0OS wurde durch verschiedene Mitglieder auf der Kurzwelle und in UKW aktiviert.

Fuchsjagden in den 60ern

In den 60er Jahren kamen auch schon die bis heute erhaltenen OV-Fuchsjagden auf, bei den die Kleinsendern bis drei Stück von Mobilisten per Auto oder Motorrad auf. Getrennt davon hatten die Fußgänger eine eigene Wertungsgruppe.

Interessengruppe Baken baut Sender

Eine Gruppe von Mitgliedern baute 1966 für das 2m und 70 cm Band Bakensender zusammen. Leider kamen die Sender , die Ausbreitungsbedingungen anzeigen und als Abstimmnormalsender benutzt werden nicht zum Einsatz. Aufgrund einiger Umstände konnte kein geeigneter Standort gefunden werden.

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