Das Osteroder 70cm Relais DB0OR
Aufgrund der topographischen Lage des Einzugsgebietes des Osteroder Ortsverbandes , ist die Funkausleuchtung nicht in allen Gebieten untereinander immer ausreichend gut. Bis zur Errichtung des neuen Relais, machten die Amateure im UKW - Bereich zumeist auf Direktfrequenzen den sogenannten Ortsverbandsfrequenzen im 2m - Band Funkbetrieb. Aber auch das 2m - Relais in Northeim auf dem Wieter verband einige miteinander. Um von all den Dingen unabhängig zu sein und vor allen sicheren Funkverkehr zu ermöglichen , gab es Anfang der 80er Jahre die ersten Überlegungen zu einen eigenen Relais. Das 2m - Band schied schon bald aus. Alle Relaisfrequenzen waren weitgehend vergeben. Im 70cm - Band hingegen waren die Relaiskanäle noch nicht vollständig belegt. So kam es 1994 zur Beantragung einer Relaisfunkstelle mit Zuweisung in dieses 70cm - Bandsegment 1985. In vorderster Linie standen für das Projekt der auch noch heutige Relaisverantwortliche DG7AO Bernd Ballenthien und DB8AT Horst List als hilfreiche Hand. Die Relaisbox mit allen Gerätschaften wurde in mühevoller Kleinarbeit von DG7AO erstellt und erprobt. Antennenhalter samt Antennengruppe ( mehrere Dipole übereinander ) baute man zu einer Einheit. Nach Eintreffen der Betriebslizenz konnte der erste Standort nach Absprachen in Raum Osterode an der Drei - Lindenschule am Giebelbereich gefunden werden. Von dort aus machte man bis 1991 den Umsetzerverkehr auf 439,375 MHz. Im Zuge der Verdichtungen der Relaisfunkstellen in Deutschland mußte man sich mit dem Ortsverband Minden bei Hannover auf eine neue Betriebsfrequenz einigen. Fortan wechselte die Frequenz auf 439,175 MHz 1991 gab es durch Beziehungen zur POST eine glänzende Möglichkeit das Relais auf einen noch höheren Standort zu verlegen. Auf einen Antennenplatz der POST / TELEKOM , auf dem NDR Gittermasten auf den Kalkbergen oberhalb der Fa. Babcock , wurde ein Platz für den Antennenträger von DB0OR dem Osteroder 70cm Relais frei. Nach kurzer Zeit erstellte man neue Masthalterung speziell für den Gittermasten und finanzierte der OV eine kommerzielle Antenne der Fa. KATHREIN , für die eine Zulassung am Masten bestand. Es fand sich schnell ein kleines Team um die anstehenden Montagearbeiten durchzuführen. Die Antennen installierten Oliver DH8OH und Bernd DL1AQ. Im Sendegebäude hatten Bernd DG7AO und Horst DB8AT die Technik verlegt und installiert. Nach einigen Tests und Abgleichen ging DB0OR erfolgreich auf Sendung. Der neue Standort erwies sich in der Folgezeit bis heute als gut geeignet. Ausfälle sind kaum bekannt und auch Blitzschläge werden nicht gefährlich , weil die Antenne nicht ganz auf der Spitze angebracht ist. Der Antennenträger, auf 25m über Grund, mit seinen Gesamtstandort von rund 350m üNN , ist weit nach Süden in die Kasseler - Berge, im Osten nach Heiligenstadt im Westen bis Einbeck und im Norden bis Rhüden gut zu erreichen. Nur der Harz bildet eine natürliche Barriere. Aber immer wieder gelingen Verbindungen bis Braunschweig oder Wernigerode mit erstaunlich guter Verbindungsqualität. Bei besonderen Wetterlage ( Inversion , Tropo ) sind auch schon einmal Verbindungen aus dem tiefsten Bayern und bis nach Schleswig - Holstein möglich gewesen. Das Relais hat fortan die Funktion des OV - Telefons inne. Auf diesem trifft sich alles aus dem Ortsverband um Erfahrungen auszutauschen , sich zu verabreden , DX ( Weitverbindungen ) zu melden an andere zum halten eines Plausches untereinander oder immer auf den Laufenden zu sein. DB0OR als Umsetzer ist für die Mitglieder somit ein wichtiger sozialer Baustein für das Miteinander geworden.